Besuch Rettungsleitstelle

Freie Wähler zu Besuch in der Rettungsleitstell

Sehr gespannt waren die Kreisräte und Mitglieder der Freien Wähler auf die Vorstellung der Aktivitäten und künftigen Planungen der integrierten Rettungsleitstelle in Würzburg.

Freie Wähler zu Besuch in der Rettungsleitstelle

Sehr gespannt waren die Kreisräte und Mitglieder der Freien Wähler auf die Vorstellung der Aktivitäten und künftigen Planungen der integrierten Rettungsleitstelle in Würzburg. Sie ist zuständig die für die Stadt Würzburg, die Landkreise Main-Spessart, Würzburg und Kitzingen. Das Gebiet umfasst 511 000 Einwohner und eine Fläche von 3.061 Quadratmeter.

Leitender Branddirektor Rehmann begrüßte die Gruppe und freute sich über das starke Interesse aus MSP an der Leitstelle. Die Vorstellung der Aufgaben und die Führung durch die Leitstelle übernahm AL Gerhard Möltner

Gerade für einen großen Flächenlandkreis, wie Main-Spessart ist eine funktionierende und koordinierende Leitstelle von großer Wichtigkeit. So wurden zum Beispiel bei den letzten großen Unwettern von der Leitstelle rund 800 Schadenmeldungen im sprichwörtlichen Sinn abgearbeitet.

Bei einem Rundgang durch die Leitstelle konnten sich die Besucher selbst ein Bild von der Arbeit der Disponenten machen. Schnell war klar, wie viel von der richten Entscheidung des einzelnen Mitarbeiters abhängt.
Auf Nachfrage von Brigitte Riedmann erfuhren die Besucher, dass die Ausbildung zum Disponenten fünf Jahre dauert.

Nach Eingang des Anrufs in der Leitstelle werden in ca. 3-4 Minuten alle erforderlichen Feuerwehren/Rettungsdienste alarmiert. Die Rettungswagen sind so verteilt im Landkreis stationiert, dass sie in 12 Minuten nach Eingang des Notrufes vor Ort sein können. Sollte die z.B. die Unfallstelle in dieser Zeit z.B. wegen Baumaßnahmen nicht erreicht werden können oder die Verletzung ist lebensbedrohlich, kann sofort ein Rettungs-Hubschrauber angefordert werde, der das Unfallopfer in ein Krankenhaus der Maximalversorgung fliegt.
Im Übrigen, so erklärte Gerhard Möltner, wird jede größere Straßenbaumaßnahme vom Staatlichen Bauamt gemeldet, und sofort ins System eingepflegt. ..

Große Erwartungen haben die Mitarbeiter der Leitstelle an die Einführung der digitalen Alarmierung. Der Digitalfunk unter den Wehren ist schon umgestellt.

Bei der derzeitigen analogen Alarmierung sei eine Feinsteuerung nicht möglich. AL Möltner führte auf Nachfrage von Kreisrat Müller aus, dass derzeit noch die dreifache Mannstärke alarmiert werden muss, um die die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Dies führt oft zu Unmut bei den Wehren vor Ort, das es durch diese Alarmierung dazu kommen kann, dass Wehren bzw. Feuerwehrleute gerufen werden, die dann gar nicht benötigt werden. Eine gezielte und effiziente Verbesserung ist erst durch die Einführung der digitalen Alarmierung und Funkwecker im Jahr 2022/23 möglich.

Die Vorsitzende der FW-Kreistagsfraktion Brigitte Riedmann bedankte sich am Ende des Besuchs bei Gerhard Möltner. Sie betonte, dass ein funktionierendes Rettungssystem im Landkreis unverzichtbar ist, und zollte den Mitarbeitern der Rettungsleitstelle größten Respekt.

Ihr Dank galt auch Kreisbrandmeister Joachim Mantel, der den Besuch organisiert hatte.